




Lebensphilosophie in einem zeitgenössischen Weinlabel-Design
Das Projekt
Die Sarva-Weine sind zum ersten Mal auf der Website von Labelmaker zu sehen, obwohl die Geschichte der Marke bis ins Jahr 2008 oder 2009 zurückreicht. Dies ist wahrscheinlich die erschwinglichste unter Dragomirs Weinmarken und meiner Meinung nach eine der besten für ein kleines Weinland wie Bulgarien. Sarva stammt aus dem Sanskrit und bedeutet alles oder vollständig, ganz. Ein kurzer, aber sehr bedeutungsvoller Name, der neue Ideen für Weinlabel-Design inspiriert.
Die Herausforderung
Wie in vielen meiner vorherigen Projekte, einige davon für das Dragomir Estate Winery, stellte sich auch bei Sarva die Herausforderung, meine eigene Arbeit neu zu gestalten. Ich war mir unsicher, ob ich diese neue Geschichte in die Kategorie Vorher und Nachher einordnen sollte, aber das neue Ergebnis war so unterschiedlich vom alten, dass ich überzeugt war, es als brandneues Projekt zu behandeln.
In Anlehnung an die Bedeutung von Sarva war meine erste Idee, etwas mit einem Kreis, einer Spirale oder sogar Yin und Yang zu gestalten. Ich hatte den Wunsch, zu visualisieren, was Sarva wirklich bedeutet und dies in einem einprägsamen Design dem Publikum zu vermitteln.
In meinem Label befindet sich ein Loch, durch das man den Wein sehen kann. Dies ist der Ausgangspunkt. Um dieses Loch herum habe ich zwei sich ergänzende Symbole entworfen, die ineinanderfließen und zwei verschiedene Aspekte der Weinherstellung repräsentieren. Das obere Element symbolisiert menschliches Wissen und Handwerkskunst, weshalb ich eine Fingerabdrucktextur integriert habe, um die menschliche Präsenz und Aktivität in diesem Prozess festzuhalten. Das untere Element symbolisiert alles, was die Natur dem Wein, den Weinbergen und der Weinherstellung bietet. Ich verwendete viele verschiedene Punkte, um die Vielfalt und Komplexität dieses Prozesses darzustellen.
Wie beim alten Sarva-Label war es eine große Herausforderung, einerseits ein ansprechendes Design zu schaffen und andererseits eine neue, komplexe Drucktechnologie zu nutzen, die das Label im Regal zum Strahlen bringt.
Die Umsetzung
Flasche – Wir haben die höhere Bordeaux-Flasche des alten Sarva-Designs beibehalten, da sie im Regal wirklich stark wirkt und gleichzeitig klassisch und modern aussieht.
Verschluss – Wir setzten auf klassische Korkverschlüsse mit Zinnkapseln in verschiedenen Farben, die mit einem großen Fingerabdruck versehen sind, um das Thema der neuen Labels zu wiederholen.
Papier – Hier verwendeten wir eine spezielle Folie, um das zeitgenössische Gefühl zu verstärken, das wir in diesem Design suchten, sowie um die maximale Wasserbeständigkeit der Verpackung im Eiskübel zu gewährleisten.
Druck – Der Druck dieses neuen Designs stellte sich zunächst als Herausforderung heraus, erstens aufgrund des Lochs in der Mitte des Labels und zweitens, weil ich unbedingt drei verschiedene Veredelungstechniken – Heißfolienprägung, Silk Foil und Relieflack – in sehr engem Abstand einsetzen wollte. Alle drei waren in einen speziell angefertigten UV-Mattlack eingebettet, dessen Hauptaufgabe darin bestand, die glänzende Folienoberfläche zu mattieren.
Das Ergebnis
Das Ergebnis, das ich anstrebte, war ein sehr farbenfrohes, stilvolles und komplexes Weinlabel-Design, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht. All diese speziellen Drucktechniken, die in einem Bild kombiniert sind, verstärken die ansprechende Optik, die ich erreichen wollte. Sie tragen zur erstaunlichen Komplexität und Detailtreue des finalen Bildes bei, sodass man die Flasche unwillkürlich in die Hand nimmt, nur um herauszufinden, was an diesem Label so besonders und anders ist.
Projektbeteiligte:
Kunde: Dragomir Estate Winery
Weinetikettendesigner: the Labelmaker
Druckerei: Rotoprint
Papier: Arconvert
Foto: Jordan Jelev