

Hinter den Kulissen eines exklusiven Private-Label-Designs
Der Hintergrund
„Das Wort Symphonie stammt vom griechischen Wort σύμφωνος (symphōnos), was “harmonisch” bedeutet. Bei Westbury zollen wir den musikalischen Maestros mit einer Sammlung Tribut, die nach Genialität strebt. Jeder Tropfen entwickelt sich langsam zu einem monumentalen Crescendo. Diese Weine sind prodigiose Kompositionen aus den besten Weingütern der Welt – flüssige Musik in einer Flasche.”
Der Grand Reserve ist ein Wein, der ein starkes Statement setzt. Ein Magnum Opus. Ein Meisterwerk.
The Mills Groupe
Das Projekt
Dies ist eines der schwierigsten, aber auch äußerst herausfordernden Projekte, die ich je umgesetzt habe. Alles war hier sehr anders – selbst das Farbschema, das wir gewählt haben. Doch das ist der einzige Weg, um einen Premium-Private-Label-Wein von seinen Konkurrenten abzuheben. Verpackung und das Design selbst sind entscheidend, wenn man nur die Weinflasche sieht, aber nicht weiß, was sich darin befindet. Der erste Eindruck basiert auf dem äußeren Erscheinungsbild.
Das Design für das Westbury Grand Reserve Private Label begann mit einer E-Mail, die ich spät abends von einem in den USA ansässigen Kunden erhielt. Aufgrund meiner umfangreichen Erfahrung mit dem US-Markt antworte ich stets umgehend auf solche E-Mails, da ich dort oft Inspiration, Herausforderungen und unkonventionelle Anfragen erwarte.
Westbury war keine Ausnahme, und es eröffnete mir einen neuen Pfad, um verschiedene Aspekte des Weinverpackungsdesigns zu erkunden.
Schon der Name deutet auf einen besonderen Wein hin. So genannte ‘normale’ oder ‘gewöhnliche’ Weine haben in der Regel ein Vorder- und Rücketikett sowie eine Kapsel. Beim Westbury Grand Reserve war jedoch alles auf besondere Weise komplex. Zuerst entschieden wir uns, ein Wachssiegel zu verwenden. Dann wünschte sich mein Kunde einen langen vertikalen Streifen, der oben am Frontetikett beginnt und über den Flaschenhals bis zur Rückseite verläuft, kurz vor dem oberen Ende des Rücketiketts. Doch das war noch nicht alles.
Ich wurde beauftragt, ein spezielles Wachssiegel mit dem Markenlogo zu entwerfen, das den Beginn des Streifens zieren sollte. So etwas hatte ich vorher noch nie gemacht, doch wenn man einen Premium-Private-Label-Wein kreiert, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich intensiv mit dem Projekt zu beschäftigen und sein Bestes zu geben.
Ein weiterer kreativer Einfall von mir war, ein einfaches Weinetikett aus drei übereinanderliegenden Papierlagen zu entwerfen. Das auf der Vorderseite der Flasche angebrachte Etikett lässt den Wein in Kombination mit den bereits erwähnten Elementen sehr elegant, seriös und authentisch, zugleich aber unkonventionell und modern wirken. Auf der obersten Schicht druckten wir den Markennamen und prägten das Westbury-Logo tief ein.
Um den Gesamteindruck der Weinflasche weiter zu verstärken, kam mir die Idee, Türkisblau zu verwenden. Diese Farbe wird selten für Rotweine verwendet und oft als unpassend angesehen, da sie als kühl gilt, während Rotweine in der Regel mit warmen oder neutralen Farben assoziiert werden. Mir war dies durchaus bewusst, und ich wusste, dass ich beim Entwerfen von Weinetiketten kreativ denken, die Regeln und Traditionen brechen und eine einzigartige Verpackung schaffen musste, die sich deutlich von anderen Premiumweinen im Regal abhebt.
Am Ende dieser kurzen Geschichte möchte ich meine persönliche Bewunderung für Herrn Michael Mills ausdrücken – er ist der Mann hinter dem Westbury Grand Reserve Private Label. Ein sehr mutiger Unternehmer, der jede Herausforderung rund um dieses prestigeträchtige Weinprojekt ohne zu zögern annahm.
Credits:
Kunde: The Mills Groupe
Designer: The Labelmaker
Bilder: The Mills Groupe
Flasche: Saverglass