


Neugestaltung in zwei Schritten hebt die Orbelia Weinmarke auf ein neues Level
Vor einigen Jahren wurde ich beauftragt, die bestehenden Etiketten der Orbelia Weinmarke neu zu gestalten. Ich mochte das ursprüngliche Design sehr, da das Etikett sehr klar wirkte und eine gewisse Eleganz ausstrahlte. Leider hatte es im Regal neben anderen Weinen nicht die nötige Anziehungskraft und litt in gewisser Hinsicht unter einer “visuellen Schwäche”.
Angesichts der Tatsache, dass es kaum Verzierungen auf den Etiketten gab, war eine Veränderung dringend erforderlich.
Die Neugestaltung der Orbelia Weinmarke „Schritt 1“ begann mit einem Wechsel der Flasche.
Wir entschieden uns, die klassischen Bordeaux-Flaschen durch elegante Burgunder-Flaschen zu ersetzen. Dies stellte eine bedeutende Änderung dar, denn die neue Flaschengestalt hatte eine ganz andere Silhouette.
Mir gefällt der untere Teil der neuen Flasche besonders gut, da er ausreichend Platz für ein größeres Etikett lässt. Und genau das habe ich umgesetzt – ein breites, fast durchgehendes Etikett, und hier beginnt die neue Geschichte.
Orbelia ist tatsächlich der Name eines Berges im Südwesten Bulgariens. Der Berg diente mir als Inspiration für die Gestaltung einer außergewöhnlicheren Etikettenform für die Orbelia Weinmarke. Ich verband drei Dreiecke am oberen Rand des Etikettes, um die visuelle Idee eines Berges darzustellen. Statt den Berg mit Hängen und Hügeln zu zeichnen, entschied ich mich, ein originales bulgarisches Stickmuster zu verwenden. So entstand ein breites Weinlabel mit einem ungewöhnlichen, aus Stickmuster in verschiedenen Farben gestalteten Berg, der mit heißfoliengeprägten Elementen versehen war.
„Schritt 2“ der Neugestaltung der Orbelia Weinmarke begann Ende 2019.
Gemeinsam mit dem Orbelia-Team waren wir uns einig, dass die Neugestaltung Mk. I ausgedient hatte und eine umfassendere Veränderung notwendig war, um das Etikett noch frischer, ansprechender und wiedererkennbarer zu gestalten.
Das Beibehalten des Berges aus der ersten Neugestaltung war uns allen wichtig, zugleich suchten wir jedoch nach einem modernen Twist, um das Etikett auffälliger zu machen.
Ich entschloss mich, eine digitale Vektorillustration des Berges und der Weinberge der Orbelia Winery am Fuße des Berges anzufertigen. Solche Illustrationen bringen immer Frische in das Design und sind leicht in den Farbnuancen zu variieren, was sie zu einem hervorragenden visuellen Akzent macht, um das gesamte Design im Regal hervorzuheben. Tatsächlich ist das neue Etikett fast vollkommen weiß, abgesehen von der Bergzeichnung, die in einem attraktiven Farbschema leuchtet und sich vor dem weißen Hintergrund deutlich abhebt. Ein weiterer gelungener Effekt dieser Neugestaltung waren flächige Landschaftselemente am oberen Rand des Etiketts, die mit Warmgoldfolie geprägt wurden und den Übergang zwischen Etikett und Flasche visuell attraktiver gestalten. Als letzten Schliff erhielt die Darstellung des Berges und der Weinberge einen transparenten Relieflack, der beim Drehen der Flasche in der Hand unterschiedliche Lichtreflexionen erzeugt.
Auch das Weingutslogo habe ich geändert – und zwar bereits bei der Neugestaltung in „Schritt 1“; darüber möchte ich jedoch in einer anderen Fallstudie berichten.
Psssst – das neue Logo zeigt dieselben drei Hügel wie in der Neugestaltung „Schritt 1“!
Wir erhielten sehr positives Feedback von der Marketingabteilung des Weinguts, das uns bestätigte, dass all diese Änderungen zu einem ansprechend neuen Look beigetragen haben und die Orbelia Weinmarke im Regal hervorstechen lassen.
Projektbeteiligte:
Kunde: Orbelia Winery
Design: the Labelmaker
Druck: Redesign Mk. I – Rotoprint Redesign Mk. II – 2M Print